#64: NZIA und CCS – kann die EU Investitionen in CO₂-Speicher erzwingen?

Shownotes

Der Net-Zero Industry Act (NZIA) soll den Hochlauf von Carbon Capture and Storage (CCS) in Europa beschleunigen. Dafür geht die EU einen besonderen Weg: Öl- und Gasproduzenten werden verpflichtet, bis 2030 einen Beitrag zum Aufbau von insgesamt 50 Millionen Tonnen jährlicher CO₂-Injektionskapazität zu leisten. Kann eine Investitionspflicht den Aufbau eines neuen Marktes tatsächlich beschleunigen – und wo liegen die Grenzen eines solchen Ansatzes?

Im ENERGIE UPDATE mit Dr. Ludwig Möhring diskutieren wir, warum die EU beim Aufbau von CO₂-Speichern auf eine Investitionsverpflichtung setzt und welche Fragen sich daraus für die betroffenen Unternehmen ergeben. Denn Speicherprojekte sind kein Selbstzweck: Sie erfordern eine integrierte Herangehensweise einschließlich CO₂-Abscheidung und Transportinfrastruktur.

Außerdem geht es um die vorgesehenen Pönalen, wenn Unternehmen ihre Verpflichtungen nicht rechtzeitig erfüllen. Wie können Sanktionen verhältnismäßig sein, wenn Genehmigungsverfahren, fehlende Infrastruktur oder die Frage, ob Onshore-Speicherung überhaupt möglich ist, außerhalb ihres Einflusses liegen? Und was braucht es, damit aus einer Verpflichtung zum Speicherbau am Ende tatsächlich ein funktionierender europäischer CCS-Markt entsteht?

Eine Folge über Investitionspflichten, wirtschaftliche Risiken und die Frage, wie Regulierung den Aufbau einer neuen CCS-Industrie unterstützen kann, ohne dabei die Realität des Markthochlaufs aus dem Blick zu verlieren.

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